Akademien

Intensive inhaltliche Arbeit, engagierte Dozentinnen und Dozenten, ausgesuchte Orte und Freiräume für Kreativität und Erkundungen der Umgebung – all das macht die Akademien seit vielen Jahrzehnten zum zentralen Veranstaltungsformat der Studienstiftung.

Die Akademien sind die traditionsreichste und größte Programmlinie der Studienstiftung. Sie ermöglichen intellektuellen Austausch, inspirierende Erfahrungen und Erkenntnisgewinn – im gemeinschaftlichen Wirken von Dozentinnen und Dozenten sowie Stipendiatinnen und Stipendiaten.

Die Akademien schaffen Räume, um intensiv inhaltlich zu arbeiten und darüber hinaus aktiv zu werden, gemeinsam Projekte zu entwickeln und Freundschaften entstehen zu lassen. Sie finden an verschiedenen Orten statt, von denen jeder seinen ganz eigenen Reiz besitzt: die Alpen, das Meer oder urbane Umgebungen. Jedes Jahr nehmen über 2000 Personen das Akademieangebot wahr.

Ablauf

Jede Akademie versammelt für eine bis zwei Wochen während der Semesterferien im Frühjahr oder Sommer Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. In diesen Gruppen arbeiten 15 bis 20 Stipendiatinnen und Stipendiaten zusammen mit engagierten Dozierenden an einem Thema.

Die Arbeitsgruppensitzungen finden in der Regel vormittags, bei einigen Akademien auch am Nachmittag statt. Darüber hinaus bietet ein Abendprogramm, das aus Vorträgen, Diskussionsrunden oder auch Filmvorführungen bestehen kann, weitere Anknüpfungspunkte zum Austausch zwischen den Arbeitsgruppen.

In der freien Zeit gestalten die Stipendiatinnen und Stipendiaten das Programm selbstständig und organisieren vor Ort zum Beispiel Wanderungen, Fahrradtouren, Tanzkurse, Debattier- oder Musizierzirkel.

Akademieformate

Die Studienstiftung bietet unterschiedliche Akademieformate an, um den verschiedenen zeitlichen und inhaltlichen Bedürfnissen der Stipendiatinnen und Stipendiaten gerecht zu werden. Die Akademien sind zudem gestaffelt nach dem Studienalter der Teilnehmenden.

Das „klassische“ Akademieformat ist durch eine große thematische Bandbreite an Arbeitsgruppen aus allen Wissenschaftsbereichen geprägt, die in der Regel von Hochschullehrerinnen und -lehrern geleitet werden. Eine dieser Akademien ist die Zukunftsakademie Cambridge, die sich mit aktuellen und relevanten Fragen aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik beschäftigt.

Zusätzlich gibt es eine ganze Reihe an speziellen Formaten, die regelmäßig angeboten werden. Die Praxisakademien sind meist kürzere, intensive Veranstaltungen mit dem Fokus auf praxisnahen Themen und Berufsorientierung, bei denen Arbeitsgruppen von  Vertretern unterschiedlicher Berufszweige – beispielsweise von Journalistinnen, Unternehmensberatern, Ärztinnen, Lehrern oder Anwältinnen – geleitet werden. Die Exkursionsakademie führt die Teilnehmenden an besondere Orte, an denen sie sich mit einem inhaltlichen Leitthema auseinandersetzen. Zu den bisherigen Zielen der „Exkursionen“ zählen Mariehamm an der Ostsee (2014), Sarajevo (2015 und 2017), diverse Städte an der Donau (2016), Montepulciano (2017) und Lomé in Togo (2019). Das Max Weber-Programm organisiert jedes Jahr im Frühling die Technikakademie.

Außerdem bietet die jährliche Musikakademie die Gelegenheit zum Musizieren und gemeinsamen Erarbeiten eines anspruchsvollen Konzertprogramms für Chor, Orchester und Schlagwerk. Zusätzlich setzen sich Arbeitsgruppen mit Komposition sowie musikwissenschaftlichen Themen auseinander. Die Arbeits- und Stimmgruppen werden von Profimusikerinnen und –musikern oder Hochschullehrenden geleitet.

Schließlich befasst sich die Kulturakademie mit Themen aus dem Kunst- und Kulturbetrieb. An den Vormittagen geschieht dies auf theoretische Weise in Arbeitsgruppen, die von Hochschullehrenden sowie Expertinnen und Experten aus verschiedenen Feldern (beispielsweise Literatur, Verlagswesen, Journalismus, Design, Museumswesen) geleitet werden. An den Nachmittagen stehen künstlerische Aktivitäten in von Stipendiatinnen und Stipendiaten organisierten Projektgruppen im Zentrum.

Einzelne Akademien werden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, der Jungen Akademie oder dem Verein „Alumni der Studienstiftung“ organisiert. Darüber hinaus können Stipendiatinnen und Stipendiaten aufgrund einer Kooperation auch am Akademieprogramm der Schweizerischen Studienstiftung teilnehmen.

Kontakt

akademien-kollegs(at)studienstiftung(dot)de

Zukunftsakademie Cambridge 2019: „Wir müssen jetzt handeln bevor es zu spät ist"

Die Zukunftsakademie Cambridge ging 2019 in eine zweite Runde. Wieder standen wichtige Zukunftsfragen und -themen im Mittelpunkt. Die Stipendiatinnen Lena Benner und Merle Jungenkrüger waren dabei und beschäftigten sich mit der Frage: Welche Rolle spielt der Klimawandel?» Mehr erfahren