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Jahresbericht

Das Wichtigste in Kürze


1. Bewerberzahlen und Haushalt auf neuem Höchststand

Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Auswahlverfahren für die Förderung Studierender lag 2012 mit 9.245 so hoch wie noch nie. Dank des in diesem Jahr durchgängig gezahlten erhöhten Büchergeldes von 150 Euro erreichten auch die verausgabten Haushaltsmittel mit rund 72,6 Mio. Euro einen neuen Höchststand.

2. Evaluation der Auswahlverfahren abgeschlossen

Die untersuchten Verfahren der Studienstiftung entsprechen laut der nun vorliegenden externen Evaluation den Ansprüchen an ein objektivierbares Verfahren: Die vorgegebenen Kriterien werden systematisch angewendet und Studienstiftler unterscheiden sich nachweisbar von abgelehnten Bewerbern. Was die Fairness der Auswahl angeht, so haben Teilnehmer mit Migrationshintergrund und aus nicht-akademischen Elternhäusern in den Vorschlags- wie in den Auswahlverfahren gleiche oder sogar bessere Chancen als ihre Mitbewerber. Dagegen sank der Frauenanteil bei den untersuchten Verfahren von 54% unter den Vorgeschlagenen auf 46% bei den Aufgenommenen.

3. Bildungsprogramme weiter ausgebaut


2012 fand nach siebenjähriger Pause wieder eine deutsch-polnische Sommerakademie in Krakau statt. Die insgesamt 14 Sommerakademien wurden zum ersten Mal durch eine einwöchige Frühjahrsakademie ergänzt. Ausgebaut wurden zudem die Angebote im Bereich „Wege in den Beruf“. Besondere Höhepunkte unter den von Stipendiaten und Alumni in Eigenverantwortung getragenen Veranstaltungen waren die zweite Musikakademie in Brixen sowie eine Exkursion nach Tunis.

4. Erste bundesweite Tagung der Stipendiatensprecher


Im April fand in Berlin erstmals die Bundessprechertagung statt, auf der rund 110 der 170 Sprecherinnen und Sprecher in einen Erfahrungsaustausch traten. Die Sprecher engagieren sich für ein aktives Stipendiatenprogramm an ihren Hochschulorten und koordinieren dort das studienstiftungseigene „Botschafterprogramm“.

5. Vertrauensdozenten diskutieren Eigenheiten und Herausforderungen ihres Amtes

Rund 200 Vertrauensdozentinnen und Vertrauensdozenten der Studienstiftung haben auf ihrer Herbsttagung Ende Oktober 2012 ihre Rolle und ihr Selbstverständnis diskutiert und Beispiele guter Praxis an den einzelnen Hochschulorten ausgetauscht. Dabei ging es nicht zuletzt um die richtige Balance zwischen verbindlichen Mindeststandards einerseits und Gestaltungsfreiräumen, Diversität und einer Kultur der Freiwilligkeit auf der anderen Seite.

6. Studienkolleg zu Berlin feiert zehnjähriges Bestehen

Seit zehn Jahren vermittelt das Studienkolleg zu Berlin Studierenden aus allen europäischen Ländern wichtige Kenntnisse und Erfahrungen über Ziele und Werte Europas. Zum runden Geburtstag versammelten sich rund 300 Stipendiaten, Alumni, Wegbegleiter sowie Förderer und Freunde des Kollegs und diskutierten über ihre Vorstellungen eines gemeinsamen Europas.

7. Max Weber-Programm startet Alumniarbeit

Nach sechs Jahren Laufzeit bindet das Max Weber-Programm künftig auch seine rund 1.000 Alumni als Teilnehmer oder Akteure in die Förderung ein. Der Ausbau des Max Weber-Programms ist mit inzwischen über 1.760 Stipendiaten noch nicht abgeschlossen.

8. Studie zur Situation von Promovierenden

Doktoranden der Studienstiftung nehmen seit 2009 an einer Längsschnittstudie zu Promovierenden in Deutschland teil, die das Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung durchgeführt hat. Mit ihrer Betreuungssituation an der Hochschule sind die Doktoranden der Studienstiftung im Schnitt deutlich zufriedener als die Vergleichsgruppe von Promovierenden mit Stellen oder in Graduiertenprogrammen. Die Veranstaltungen der Studienstiftung erhalten einen hohen Zuspruch.

9. Neue Generalsekretärin

Seit dem 1. September leitet Dr. Annette Julius die Geschäftsstelle der Studienstiftung. Sie löste Dr. Gerhard Teufel ab, der nach 17 Jahren aus Altersgründen aus dem Amt ausschied.