Bildungsveranstaltungen / 

Akademien

Akademien: Herzstück der ideellen Förderung

Stipendiatinnen und Stipendiaten bei einer Wanderung auf der Akademie Olang 2016 © Tim BeneckeStipendiatinnen und Stipendiaten bei einer Wanderung auf der Akademie Olang 2016 © Tim Benecke

Intensive inhaltliche Arbeit, renommierte Dozentinnen und Dozenten, ausgesuchte Orte und Freiräume für Kreativität und Erkundungen der Umgebung – all das macht die Akademien seit über 45 Jahren zum zentralen Veranstaltungsformat der Studienstiftung.

Die Akademien sind die traditionsreichste und größte Programmlinie des Bildungsprogramms der Studienstiftung. Sie ermöglichen intellektuellen Austausch, inspirierende Erfahrungen und Erkenntnisgewinn – im gemeinschaftlichen Wirken von Dozentinnen und Dozenten sowie Stipendiatinnen und Stipendiaten.

Die Akademien schaffen Räume, um intensiv inhaltlich zu arbeiten und hierüber hinaus aktiv zu werden, gemeinsam Projekte zu entwickeln und Freundschaften entstehen zu lassen. Akademien finden an verschiedenen Orten in Deutschland sowie im europäischen Ausland statt. Jeder Ort hat dabei seinen ganz eigenen Reiz, den es zu entdecken gilt: die Alpen, das Meer oder historische urbane Umgebungen.

Akademieformate

Jede Akademie versammelt für ein oder zwei Wochen im Frühjahr oder Sommer ungefähr fünf bis zehn Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen disziplinären oder interdisziplinären Schwerpunkten. In diesen Gruppen arbeiten 15 bis 20 Stipendiatinnen und Stipendiaten zusammen mit renommierten Dozentinnen und Dozenten an einem Thema. Jedes Jahr nehmen über 2000 Stipendiatinnen und Stipendiaten das Akademieangebot wahr.

Ziel der Frühjahrs- und Sommerakademien ist es, neben fachspezifischen Forschungsthemen auch solche Gebiete in den Blick zu nehmen, die sich zwischen den oder außerhalb der üblichen Fächergrenzen befinden. Diese Auseinandersetzung trägt dazu bei, jenseits des eigenen fachlichen Kontexts interdisziplinäre Zusammenhänge zu verstehen und damit den persönlichen Horizont zu weiten.

Die Studienstiftung bietet unterschiedliche Akademieformate an, um den verschiedenen zeitlichen und inhaltlichen Bedürfnissen und Wünschen der Stipendiatinnen und Stipendiaten gerecht zu werden. Die Akademien sind zudem gestaffelt nach dem Studienalter der Teilnehmenden.

Klassische Akademie

  • zwischen acht und 13 Tagen (Frühjahr und Sommer)
  • große thematische Bandbreite: Arbeitsgruppen aus den Lebens-, Natur-, Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften
  • Arbeitsgruppen werden in der Regel von Hochschullehrerinnen und -lehrern geleitet
  • freie Nachmittage dienen dem arbeitsgruppenübergreifenden Austausch und der gemeinsamen Freizeitgestaltung

Praxisakademie

  • zwischen sieben und acht Tagen (Frühjahr und Sommer)
  • Fokus der Arbeitsgruppen auf praxisnahen Themen und Berufsorientierung
  • Arbeitsgruppen werden von Vertretern unterschiedlicher Berufszweige – beispielsweise von Journalisten, Unternehmensberatern, Lehrern, Hochschullehrern, Ärzten oder Anwälten – geleitet
  • angeboten wird innerhalb der Praxisakademien auch eine besonders kinderfreundliche Akademie mit integrierter Betreuung

Expeditionsakademie

  • neun- bis elftägige Akademie
  • Auseinandersetzung mit einem inhaltlichen Leitthema und einem historisch-gesellschaftlichen Erfahrungsraum oder theoretische und praktische Expedition in einen musikalischen und kulturellen Raum
  • Expertinnen und Experten aus der Praxis sowie Hochschullehrende gestalten als Arbeitsgruppenleitungen und Vortragende das Programm
  • bisherige Akademieorte: Ostsee-Akademie Mariehamn (2014); Akademie Sarajevo (2015 und 2017); Jazz-Akademie Rendsburg (2015); Donauakademie (2016); Jazz-Akademie Montepulciano (2017)

Musikakademie Brixen

  • neun- bis elftägige Akademie mit einem künstlerisch-praktischen Programm für Chor, Orchester, Schlagwerk und Komposition sowie theoretischer Auseinandersetzung mit musikwissenschaftlichen Themen
  • gemeinsames Musizieren und Erarbeiten eines anspruchsvollen Konzertprogramms
  • Leitung der Arbeits- und Stimmgruppen in der Regel durch Profimusiker, zum Teil auch durch Hochschullehrende

Kulturakademie Weimar

  • achttägige Akademie
  • Auseinandersetzung mit Themen aus dem Kunst- und Kulturbetrieb an den Vormittagen, an den Nachmittagen stehen künstlerische Aktivitäten in von Stipendiatinnen und Stipendiaten organisierten  Projektgruppen im Zentrum
  • geleitet werden die Arbeitsgruppen von Hochschullehrenden sowie Expertinnen und Experten aus verschiedenen Feldern (beispielsweise Literatur, Verlagswesen, Journalismus, Design, Museumswesen)

Einzelne Akademien werden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, der Jungen Akademie und dem Verein Alumni der Studienstiftung organisiert. Darüber hinaus können Stipendiatinnen und Stipendiaten aufgrund einer Kooperation auch am Akademieprogramm der Schweizerischen Studienstiftung teilnehmen.

Gedichtlesung mit den Schriftstellern Aleš Šteger und Matthias Göritz auf der Akademie Ljubljana 2016 © Nicole KreftGedichtlesung mit den Schriftstellern Aleš Šteger und Matthias Göritz auf der Akademie Ljubljana 2016 © Nicole Kreft

Arbeitsformen

Grundlage der Arbeit während der Akademie sind die Arbeitsgruppen. Die Arbeitsgruppensitzungen finden in der Regel vormittags, bei einigen Akademien zudem am Nachmittag statt. Die Akademien leben von der Bereitschaft aller Teilnehmenden, durch gründliche Vorbereitung und aktive Mitarbeit zum Gelingen der Akademie beizutragen. Darüber hinaus bietet ein obligatorisches Abendprogramm, das aus Vorträgen, Diskussionsrunden oder auch Filmvorführungen bestehen kann, weitere Anknüpfungspunkte zum Austausch zwischen den Arbeitsgruppen.

Aktivitäten

Grundsätzlich gilt: Die Akademie gehört den Stipendiatinnen und Stipendiaten, die aufgefordert sind, diese Erfahrung aktiv mitzugestalten. So können Sie im Vorfeld über das Intranet, aber auch vor Ort selbst das Programm für die freien Nachmittage mit organisieren, etwa Wanderungen, Fahrradtouren, Tanzkurse, Debattier- oder Musizierzirkel.

Weitere Infos

Akademie Olang

Die Stipendiatin Daphne Tokas hat zum ersten Mal an einer Akademie der Studienstiftung teilgenommen - und nach spannenden Erfahrungen vermutlich auch nicht zum letzten Mal.» Mehr erfahren

Kulturakademie Weimar

In einer Fußgängerzone gelten viele Regeln. Heute Nachmittag ist eine neue Regel dazu gekommen. Sie macht die Pflastersteine zur Bühne. Wer ist neugierig und spielt mit?» Mehr erfahren

Akademie Olang

Im Mittelpunkt der Akademien steht die intensive inhaltliche Arbeit in den Arbeitsgruppen. Aber auch sonst gibt es viel zu erleben, wie Sara Anhäuser in Ihrem Bildertagebuch zu berichten weiß.» Mehr erfahren

Jahresprogramm 2017

Das Jahresprogramm 2017 der Studienstiftung eröffnet Stipendiatinnen und Stipendiaten ein breit gefächertes Veranstaltungsangebot.» Mehr erfahren